[private]Partnerprogramme die keine aktiven Affiliates haben müssen nicht sein. Davor aber haben manche Unternehmen große Angst und weil man oft nicht weiß wie man ich am besten informiert, verlassen viele Unternehmen schnell den Pfad des Affiliate-Marketings bevor es überhaupt losgeht. Natürlich könnte man sich einen Berater suchen, aber hier kommt ja auch wieder vorab Geld ins Spiel und heute schrecken Firmen dann eben zurück. Generell aber kann jedes Partnerprogramm gute Affiliates bekommen und die Netzwerke tun bereits sehr viele Möglichkeiten anbieten. Kostenlose und kostenpflichtige Optionen sind keine Seltenheit. In diesem Beitrag geht es um die Optionen, die man als Merchant in Anspruch nehmen sollte und sein Partnerprogramm unter die Leute zu bringen.
Direkt nach dem Start
Das Partnerprogramm wurde getestet, die Beschreibung ist angelegt und anständige Werbemittel stehen bereits zur Verfügung. Außerdem ist eine Keyword-Liste hinterlegt und bei Shops gibt es Hinweise darüber, ob bestimmte Produkte in bestimmten Monaten besser oder schlechter laufen. Soweit ist alles bereits vorbereitet und das Netzwerk gibt das Partnerprogramm frei.
Netzwerk-Blog – Manche Netzwerke verfügen bereits über eigene Weblogs. Webgains und SuperClix beispielsweise. Darin gibt es zum Start einen Beitrag und erste Affiliates bekommen etwas mit. Viele haben solche Weblogs per Feed abonniert, was die Sache noch leichter macht.
Newsletter – Wöchentlich oder monatlich versenden Netzwerke einen Newsletter. Darin befinden sich meistens auch die Neustarts. Die Newsletter bekommen sehr viel Beachtung, da kein aktiver Affiliate ständig das Netzwerk nach neuen Programmen durchsuchen will. Hier kommt einen der Newsletter also sehr entgegen.
Neueste Programme – Abgesehen davon befinden sich neue Partnerprogramme oft auch auf der Startseite des Netzwerks oder in den Bereichen der Affiliates als kleine Liste. 5 bis 10 Programme sind darin zu sehen. Stehen aber nicht lange dort, weil neue Programme schnell nachrücken. Kurzzeitig bringt es aber auf jeden Fall Werbung.
Bis zu diesem Schritt sind die Leistungen kostenlos gewesen. 3 Mal Werbung und keine weiteren Kosten. Wer hier ein gutes Partnerprogramm am Start hat, wird jetzt bereits erste Affiliates gewinnen. Für die Zukunft stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung.
Im Netzwerk werben
Mir ist kein Netzwerk bekannt, in dem man nicht weiterhin Werbung buchen kann. Zanox, Affili.net, SuperClix, Tradedoubler, Webgains, Adcell usw. alle Netzwerke haben irgendwo einen Bereich für „Top Partnerprogramme“ oder „Highlights“ oder „Partnerprogramme“ und wie man die Bereiche sonst noch betitelt. Diese Werbeflächen sind in der Regel gegen monatliche Gebühren zu buchen. Zwar ist diese Werbung auf den ersten Blick nicht immer günstig, aber man darf dabei nicht vergessen, dass man direkt im Umfeld der Zielgruppe wirbt und das Affiliates langfristig für mehr Umsatz sorgen. Damit relativiert sich der Preis für die Werbung.
Newsletter buchen – Im ersten Newsletter stand man drin weil man ein neues Programm startete. In diesen Newslettern kann man sich gegen Absprache oft auch „einkaufen“. Wenn die neuen Partnerprogramme beworben werden, mietet man einfach den Newsletter und wird darin als „Empfohlenes Partnerprogramm“ etc. beworben. Eine weitere Option sind exklusive Newsletter die vom Netzwerk an alle Affiliates verschickt werden können. Einen Newsletter nur allein für das eigene Partnerprogramm.
Wann man erstmals nach dem Start erneut Werbung für das Partnerprogramm schaltet ist eigentlich egal. Ich würde es aber nicht sofort danach tun. Zwei bis drei Wochen als kurze Pause sind vielleicht nicht schlecht und können für Werbung außerhalb des Netzwerks verwendet werden. Denn auch dort gilt es auf die Affiliates zuzugehen, um diese fürs Partnerprogramm zu begeistern.
Außerhalb vom Netzwerk werben
Aktive Affiliates haben zwar in jedem größeren Netzwerk einen Account, aber wie das so ist, man beachtet ja doch oft nur die Infos aus Netzwerken wo man derzeit auch aktiv teilnimmt. Außerdem gibt es genug Affiliates die nur in einem oder zwei Netzwerken unterwegs sind. Dann sind noch die Affiliates dabei, die keine Newsletter akzeptieren oder diese einfach löschen. Webmaster die noch gar nicht als Affiliate tätig sind gibt es auch. Die Liste kann beliebig lang werden und alles sind Gründe die dafür sprechen, dass man sein Partnerprogramm auch außerhalb der Netzwerke aktiv bewerben muss.
Firmenblog und Website – Unternehmen mit eigenem Firmenblog sollten unbedingt die Leser über das Partnerprogramm informieren. Außerdem sollte auf der Website des Unternehmens eine Unterseite für das Partnerprogramm eingerichtet werden. Die Unterseite besteht aus einer Beschreibung des Programms inklusive die gebotenen Konditionen. Außerdem wird genannt in welchen Netzwerken der Affiliate das Programm findet. Bestenfalls direkt den Link zum Programm, alternativ zur Registrierung im Netzwerk.
Externe Newsletter - Affiliate-Projekte wie Affiliate-Marketing.de oder 100partnerprogramme.de kann man wunderbar für den Versand von Newslettern nutzen. Solche Newsletter wie beispielsweise der von Karsten (100partnerprogramme.de) haben eine sehr große Reichweite und werden gern von Merchants gebucht. Ich weiß gar nicht wie oft ich jede Woche einen solchen Newsletter erhalte. Wirkung zeigen die Newsletter, also muss sich dieses Vorgehen auch lohnen.
Pressemitteilungen – Unternehmen sollten in Deutschland sowieso viel mehr mit Pressemeldungen arbeiten. Einige Branchen meistern das bereits ganz ordentlich, aber die meisten weisen da deutliche Mängel auf. Der Start des Programms und auch Änderungen am Partnerprogramm können problemlos per Pressemitteilung im Netz beworben werden. Pressemeldungen haben eine große Reichweite und eine einmal eingestellte Meldung verteilt sich oft auch auf anderen Portalen. Somit multipliziert sich die Anzahl der Empfänger erheblich. Wenn man nicht möchte, muss man dafür noch nicht einmal Geld in die Hand nehmen.
Affiliate-Blogs - Die Zielgruppe der Affiliate Blogs ist identisch mit der des Merchants. Es bietet sich also an, als Merchant die eigene Werbung auf Affiliate-Blogs zu platzieren. Reviews, bezahlte Vorstellung in Form einer Newsmeldung oder Image-Ads, also Werbung per Banner. Möglichkeiten gibt es genug aber versucht wird es nicht von besonders vielen Merchants in Deutschland. In den Staaten ist diese Form der Werbung längst Alltag, denn dort hat man begriffen wer die Leser von Affiliate-Blogs sind und das man genau diese Leser ja auch als Affiliates gewinnen möchte und muss.
Twitter – Kommunikation ist alles! Merchants die per Twitter unterwegs sind, haben hoffentlich schon per Tweet auf das Partnerprogramm aufmerksam gemacht? Wenn nicht, dann wäre es höchste Zeit. Wer keinen großen Account bei Twitter hat oder keine Affiliates damit erreicht, der sollte eventuell Werbung bei anderen Leuten auf Twitter buchen. Es gibt bereits Dienste um Tweets als Ads zu buchen. Auf das Thema gehe ich demnächst übrigens noch genauer ein.
Print – Print-Magazine wie die webselling von Data Becker oder das neue Website Boosting Magazin von Dr. Mario Fischer bieten sich außerdem an, um darin eine halbe oder ganze Seite mit Werbung fürs eigene Partnerprogramm zu buchen. Nicht zu vergessen sind auch Magazin wie die t3n oder Webstandards. Wobei man sich vorher sehr genau Gedanken über die Zielgruppe machen sollte, da natürlich nicht jeder Leser solcher Magazine auch Interesse hat als Affiliate sein Geld zu verdienen.
AdWords – Mit den richtigen Keywords kann man das eigene Partnerprogramm auch über Google AdWords an die Affiliates bringen. Eine ausgereifte Recherche der richtigen Begriffe ist da unbedingt notwendig. Sicher eignet sich dieser Weg nicht für alle Partnerprogramme, aber manchmal passt es. Da es aber nur selten die treffende Methode ist, habe ich diese auch am Ende des Beitrags erwähnt.
Fazit
Jeder Merchant wird Affiliates für sein Partnerprogramm finden. Das schwerste ist die Kalkulation der richtigen Provisionen, sowie das Anlegen der Beschreibung und Werbemittel. Sind diese Punkte geschafft, ist eine solide Basis für ein lukratives Partnerprogramm vorhanden. Die weiteren Wege stehen ja nun in diesem Beitrag und sicher gibt es noch mehr Wege, die ich von Zeit zu Zeit beleuchten werde. Vielleicht merkt der eine oder andere Merchant ja jetzt, dass es an der Zeit ist mal wieder aufs eigene Partnerprogramm aufmerksam zu machen.[/private]
19. Mai 2010 um 11:21 Uhr
Hallo Eisy,
toller Beitrag. Für Affiliate-Muffel #1 Karl genau das richtige. Da bräuchte man ja fast schon eine Meta-Affiliate-Plattform … Alternativ tut’s ja auch noch die gute alte Empfehlung, so richtig anachronistisch von Mensch zu Mensch im Gespräch
Ciao und einen schönen Tag,
Karl
19. Mai 2010 um 11:33 Uhr
Interessanter Beitrag, gute Tipps für Merchants.
Als Ergänzung:
-> Aktiv Affiliates akquirieren: Google, etc. suchen & potentielle Affiliates anschreiben, anrufen, Brief schicken
-> Partnerprogramm in Foren (wenn erlaubt) vorstellen: bspw. affiliates.de
-> Dafür sorgen in PP-Listen aufgenommen zu werden (100pp, etc.)
-> Für einige ggf. interessant: affiliatepr.de
Grüße
19. Mai 2010 um 11:42 Uhr
Hallo David, danke für den Tipp, kannte ich noch nicht affiliatepr.de
19. Mai 2010 um 21:04 Uhr
Hat denn jemand Erfahrungswerte was Werbebuchungen oder Newsletter in den Netzwerken oder bei 100pp & Co. angeht? Ich hab’s schon länger nicht mehr gemacht aber meine Erfahrungen waren bisher nicht positiv und ich höre auch immer wieder nur, dass es nichts bringt.
Was meint ihr?
Grüße
Patrick
20. Mai 2010 um 07:54 Uhr
Hallo Patrick,
die Frage die ich mir gerade stelle lautet: “Was bedeutet “dass es nichts bringt”?” Denn sagen wir eine Buchung im Netzwerk kostet als einmalige Aktion 1.500 Euro und das Partnerprogramm ist dafür prominent platziert. Lohnt es sich dann nicht wenn nur 2 Affiliates geworben werden, oder lohnt es sich nicht wenn nur 20 neue Affiliates geworben werden?
Wann lohnt es sich denn Deiner Meinung nach?
Ich finde es lohnt sich ab dem 1. Affiliate den man sonst nicht hätte. Der allerdings muss auch langfristig mehr Umsatz liefern als die Aktion gekostet hat. Umsatz bringt er durch Leads / Sales, aber auch durch die reine Sichtbarkeit der Werbemittel auf seinen Websites, wo der Merchant sonst gar nicht sichtbar wäre.
Versteh mich nicht falsch, ich möchte nur verstehen aus welchem Grund sich Werbung direkt vor der Nase der Zielgruppe nicht lohnen sollte?
20. Mai 2010 um 12:06 Uhr
Hi Eisy,
dass es “nichts bringt”, meint, dass sich vielleicht ein paar Partner anmelden aber keine, die Umsätze generieren. Es wird sicherlich Ausnahmen geben.
Doch gehen wir mal von den 1.500 Euro aus und nehmen wir an, ein Merchant hat bei einem Affiliate-Sales am Ende noch 10% Marge, müssten durch die Werbeschaltung langfristig mindestens 15.000 Euro Mehr-Umsatz generiert werden. Was machbar klingt, ist aber für die meisten Partnerprogramme utopisch.
Ich habe mittlerweile schon viele Partnerprogramme gesehen, einige gut, einige weniger gut gemanagt und glaube, dass die Performance von Partnerprogrammen von Außenstehenden häufig deutlich überschätzt wird. Ich denke die große Mehrheit der Merchants (wenn man natürlich auch alle bei den kleinen Netzwerken einbezieht) wäre froh wenn sie monatlich auch nur annähernd 10.000 Euro Umsatz generieren würden. Die ganz großen Umsätze verteilen sich auf nur wenige Programme.
Daher glaube ich, dass die Gebühren für Promotions in Netzwerken oder bei 100pp & Co. für die meisten Merchants in keinem Verhältnis zum Potential stehen.
VIele Grüße
Patrick
20. Mai 2010 um 13:03 Uhr
Hallo Patrick,
über die Preise kann man sicher streiten. Ich möchte mir dazu auch kein Urteil bilden – habe aber natürlich meine Meinung über so manche Preisangabe. Ich denke das die Landing Page auf der ein potentieller Affiliate nach dem Klick auf den Banner landet, ist von größter Bedeutung dafür ob man ihn überzeugen kann. Nicht nur die Vergütung dort, sondern auch wichtige Anregungen etc. gehören meiner Meinung nach dazu, wenn man einen Affiliate gewinnen will. Vor jedem Klick steht natürlich der Banner, entsprechen muss auch dieser den Affiliate direkt ansprechen.
Am Ende ist es ein bisschen wie Angeln. Entweder man fängt einen dicken Fisch oder man kehrt mit leeren Händen zurück. Wir sind uns aber bestimmt einig, wenn ich schreibe, dass bei einem guten Fang, am Ende auch die Buchung ein lohnendes Geschäft war. Über die Performance vom Partnerprogramm selbst und über Gewinn-Margen muss der Merchant sich vorab Gedanken machen. Daran kann selbst der beste Affiliate nichts drehen.
Danke für Deinen Kommentar
8. Oktober 2011 um 20:57 Uhr
Hallo,
auch wenn der letzte Kommentar ein wenig zurückliegt, ist das Thema ja immer noch aktuell. Ich denke, dass es extrem auf den Markt ankommt, inwiefern sich bezahlte Werbung für ein Partnerprogramm lohnt.
Für den Gesundheitsbereich beispielsweise empfehle ich eher die Strategie, sich ganz gezielt auf die Suche nach entsprechenden Affiliates zu machen. Wenn man kein wirklich hochpreisiges Produkt, was am Besten noch extrem gefragt ist, anbietet…sehe ich eher schwarz, auf diese Weise das Interesse von Affiliates zu finden.
Viele Grüße.
Sebastian