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Amazon-Partnerprogramm: Auswahl, Strategie und Flexibilität

| 15 Kommentare

[private]Die Idee ist da, sie ist auf Papier festgehalten und im Kopf bereits umgesetzt. Was fehlt ist das Mittel zum Geld verdienen – passende Partnerprogramme. Zwar heißt es immer man findet zu jedem Thema ein Partnerprogramm, doch in der Realität sieht es schnell anders aus. Ich für meinen Teil möchte nämlich nicht wegen einem Programm in einem Netzwerk teilnehmen, wo ich sonst nicht wäre. Zur Not muss der Schritt gegangen werden.

Irgendwann kommt jeder an den Punkt wo er mal kein Partnerprogramm findet. Für solch einen Fall kommt dann das Amazon PartnerNet zum Einsatz. Amazon ermöglicht den Kauf sämtlicher Produkte und auch wenn es „noch“ keine kompletten Autos gibt, so können Winterreifen etc. längst über Amazon bestellt werden. Das Partnerprogramm von Amazon hat aber auch ganz andere Vorteile.

Auf Trends reagieren

Entwickelt sich durch Medien etc. gerade ein Trend, kann ich mich als Affiliate sehr gut auf Amazon verlassen. Das beste Beispiel war der letzte WM-Song von Uwe Lena. Erst Diskussionen rund um den Cover-Song von Lena, dann ein Streit um die Website und am Ende ist es doch der Hit der WM 2010 in Deutschland. Dank den MP3 Downloads auf Amazon, können Affiliates „Schland o Schland“ längst bewerben und damit Geld verdienen.

Ich müsste mich schon arg täuschen, aber das Tempo was beim Amazon PartnerNet vorgelegt wird, ist nicht zu toppen – nicht bei gleicher Auswahl!

Wer klickt, kauft

Amazon Produkte zu bewerben ist das eine, sie zu verkaufen das andere. Jedoch zeigt der lange Einsatz des Partnerprogramms das viele Leute die die Links klicken, am Ende auch ein Produkt kaufen. Zwar ist es nicht immer das beworbene Produkt, doch kann es mir als Affiliate egal sein. Amazon.de hat über die Jahre eine Verkaufsstrategie entwickelt die es durch andere Shops zu toppen gilt. Der Vorreiter und große Konkurrent, nicht nur bei den Produkten sondern in der gesamten Strategie. Besucher kaufen – fast bei jedem Besuch – dafür sorgt Amazon. Damit ist für mich als Affiliate eine große Aufgabe weg, denn ich muss die Überzeugungsarbeit nicht leisten.

Vertrauensbonus

In Deutschland und vielen anderen Ländern genießt Amazon ein hohes Maß an Vertrauen. Es bietet dem Käufer viel Sicherheit und überzeugt bei den eigenen Produkten mit hoher Qualität. Weiteres Vertrauen schaffen die Rezensionen unter jedem Produkt und deren Kommentare sowie Diskussionen in der Amazon Community. Viele Leute beachten all diese Features und nutzen diese als wichtige Kaufentscheidung.

Flexibilität

Affiliates haben bei Amazon die Qual der Wahl. Aber wirklich, es gibt so viele interessante und innovative Werbemittel wie nur selten. Vom eigenen Shop bis zu normalen Werbebannern, alles dabei. Die sogenannten Widgets machen Spaß und fallen beim Leser jeder Website auf. Man muss sie nur richtig benutzen.

Der eigene Amazon Shop (astore) ist übrigens für Blogger auch eine sinnvolle Ergänzung. Wer beispielsweise viel über Themen schreibt zu denen es Bücher gibt, kann diese über den Shop verkaufen – aber auch alle anderen Produkte lassen sich verkaufen. So ein Shop ist wie jedes andere Widget von Amazon auch, sehr schnell konfiguriert und in der eigenen Website integriert.

Angenehme Provisionen

Provisionen bis 9% auf Artikel und festen 10% für MP3 Verkäufe sind durchaus ansehnlich. Gestartet wird bei 5,0 Prozent für jeden der zwischen einem und zehn Produkten im Monat verkaufen. Steigert man die Anzahl, steigert sich auch die Vergütung und ab 30.001 Produkten gibt Amazon gern 9 Prozent raus. Klingt sehr viel, ist es irgendwie auch. Mit Sicherheit gibt es genug Leute die es schaffen. Ich bin bei 6,0 bis 6,5 Prozent Werbekostenerstattung bereits zufrieden und die gibt es bei 51 bis 400 bzw. 401 bis 1.000 Verkäufen.

Insgesamt sind es faire Provisionen. Einige Produkt-Kategorien wurden über die letzten Monate und Jahre „gedeckelt“. Was bedeutet, dass man maximal 10 Euro pro Verkauf bekommt, statt der prozentualen Beteiligung. Ein Plasma-TV für 7.000 Euro bringt also nicht die erwünschten 5 Prozent, sondern 10 Euro. Wer sich nicht gerade auf solch teure Produkte fixiert, dem wird die Deckelung nichts ausmachen.

Amazon als Nischenfinder

Mit dem PartnerNet beobachtet man täglich die Umsätze und kann genau sehen was gekauft wird. Immer wieder landen da auch kuriose Produkte in der Statistik. Ein Blick auf die Suchergebnisse in Google, dann ein Check des Suchvolumens und schon könnte die neue Nische bearbeitet werden. Nicht nur gucken wie viel man verkauft, sondern auch was man verkauft.

Fazit

Übers PartnerNet kann man in der Regel jeden großen Bereich und jede sehr kleine Nische bedienen. Es gibt kaum etwas, was es bei Amazon nicht gibt. Weil aber auch neue Trends so schnell von Amazon erfasst werden, ist es in diesem Bereich unschlagbar. Die Preise der Produkte sind oft günstiger als in anderen Shops. Bei Vorbestellungen bietet Amazon die Preis-Garantie und schafft extra Vertrauen. Ja, Vorbestellungen klappen in der Tat sehr gut – die Erfahrung durfte ich vor ein paar Wochen machen und mache ich aktuell immer noch. Einfach mal ausprobieren!

Weiterführende Links

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15 Kommentare

  1. Ich habe bislang immer die Finger vom aStore gelassen, da ich dieses immer im Hinterkopf habe:

    http://www.seo-radio.de/index.php/archives/2007/03/29/abmahnung-wegen-amazon-shop/

    Ist schon ein paar Jährchen her, aber irgendwie immer noch präsent. Keine Ahnung warum?!

  2. Dieses Risiko fährst du aber mit jedem Partnerprogramm, sobald auf dem Werbemittel ein Preis steht. In den letzten Jahren gab es nichts wirklich bedenkliches mehr beim astore. Je nach dem wie man ihn dann bewirbt, kann man selbst entscheiden ob man ein Impressum im Shop angibt. Immerhin liegt der Shop ja auf der Domain von Amazon und wenn man ihn nicht in der eignen Website direkt integriert, eignet man sich “rein theoretisch” (keine Rechtsberatung) auch die Haftung nicht an. ;)

  3. Super Artikel, einzig allein einen entscheidenden Punkt hast du vergessen zu erwähnen:

    Die Product Advertising API von Amazon, die man für jede Menge cooler Sachen nutzen kann ;-)

  4. Ah, da hast du natürlich uneingeschränkt Recht, Christoph! Danke für die Ergänzung!

  5. Klasse Artikel! Er hat mich dazu inspiriert, das Cross-Selling des Partnerprogramms unter die Lupe nehmen.
    http://brixner.biz/amazon-partnerprogramm-erfolg-durch-cross-selling/219/

    Die Aussage “wer klickt, kauft” trifft nach meiner Analyse genau ins Schwarze.

  6. “und wenn man ihn nicht in der eignen Website direkt integriert”

    Und genau das wäre das attraktive bei einigen von meinen Projekten :(

  7. Da ich deinen Blog jetzt seit längerem verfolge, muss ich sagen mal wieder ein super Artikel. Bin auch grad dabei einige Sites mit dem Partnerprogramm aufzubauen. Mal sehen wie es so klappt. Aber mit deinen Tipps sollte da doch schon was bei rumkommen :)

  8. Hast du einmal getestet wie es sich für Besucher verhält wenn man diese Werbemittel einsetzt?
    Und auch für Google?

    Der Punkt ist ja, Google erkennt das es sich im Affilate-Links handelt. Im Grunde dürfte man, sofern die Seite nur aus sowas besteht, nicht viel erreichen können. Man müsste also eigentlich die Links verstecken, kann dann aber keine Widgets mehr nutzen.
    Wie sieht es somit bei der Klicks aus? Werden die Widgets häufiger geklickt als ein Einzellink?

  9. “Die sogenannten Widgets machen Spaß und fallen beim Leser jeder Website auf. Man muss sie nur richtig benutzen.”

    Hallo Eisy,
    vielleicht hast Du ja mal Lust, einige Tipps zur effektiven Verwendung der Widgets zu geben ;-)

  10. Die 10€-Provisionsgrenze hat mich demotiviert. Ich habe ein Projekt aufgebaut, vermittle Produkte für um die 1000€ und kassiere nur 10€ statt den erhofften ~50€ Provision. Ansonsten gefällt mir das Affiliate-Programm, auch wegen der geanannten vielfältigen Produktauswahl.

    Gruß
    Filip

  11. Mich würde interessieren, ob man die Affiliate Links von Amazon direkt in Twitter-Nachrichten einbinden darf, oder ob eine eigenen Website zwischengeschaltet werden muss

  12. Antwort für Peter Kunz: Wenn Du beim amazon Partnerprogramm Einzeltitellinks erstellst dann kannst Du den Link aus der Live-Vorschau in einer neuen Registerkarte öffnen. Oben siehst Du dann ein graues Funktionsfeld auf dem u.a. “auf Twitter veröffentlichen” auswählbar ist.
    Da es amazon explizit anbietet wird es auf Twitter wohl in Ordnung sein. Ein halbwegs qualifizierter Twitter-Inhalt ist sicher hilfreich.

  13. Schöner Beitrag. Trifft auch zu: Wer klickt, der kauft auch :)

    ABER:
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass nahezu jeder Internet-User die Amazon Seite kennt.
    Wieso sollte er dann über irgenwelche Blogs, Webseiten, usw. auf Amazon gehen.
    Er tippt einfach amazon.de und sucht nach dem Objekt der Begierde.

    Das ist glaube ich ein großer Verlust für viele affiliates.
    Nach einer gewissen Zeit sind die “Kunden” automatisch auf der Amazon Seite. Deinen Blog kennen sie später gar nicht mehr, und von den Provisionen siehst auch nicht mehr viel.

  14. Hi,

    was mich noch interessieren würde ist, ob man bei amazon associates für alle Produkte im Warenkorb Provision bekommt oder nur für den beworbenen Artikel.
    Kann mir da einer von euch weiterhelfen?

    Gruß Dave

  15. Hallo Dave,

    Du bekommst auf jedes Produkt innerhalb des Warenkorbes Deine Provisionen berechnet.

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