[Review] Ich habe ein neues RC Car im Test. Es handelt sich diesmal um ein Carson Modell. Nachdem ich bereits den Nitro Porsche RS von Carson ausprobiert habe, komme ich nun zu der Chance mich dem Brushless (bürstenloser Motor) Modell – dem Carson Specter 6S zu widmen.
Carson stellte das Modell erstmals 2011 als Messemodell vor. Durch den 2.200 Watt angetriebenen Shooter Brushless Motor erregte das Modell von Beginn an eine große Aufmerksamkeit. Über drei SPIDER Differenziale werden die Kräfte auf die Räder verteilt. Um die entsprechende Leistung zu erzeugen gehören 2 x 11,1 V 6S LiPo als Akkus ins Auto. Die Anordnung ist rechts und links. Somit verfügt der Buggy über eine 50:50 Gewichtsverteilung. Was heute bei der ersten Ausfahrt auch sofort zu einem spürbar sauberen Handling führte.

Über die 2,4 Ghz Funke kann ich aber noch Feineinstellungen vornehmen und das Handling des Specter 6S noch deutlich verbessern. Über den Lenkeinschlag, das mehrstufige ABS für ordentliche Bremsleistung und auch die Leistung beim Start, lässt sich alles super einstellen. Mit diesen Software Setup Einstellungen in Verbindung mit diversen Hardware Konfigurationen, wird der Specter 6S im Maßstab 1:8 ein echter Konkurrent für wirklich jeden vergleichbaren Buggy anderer Hersteller. Außerdem haben die meisten Nitro-Modelle hier weder Offroad noch Onroad eine Chance.

Aber kommen wir zurück zu den technischen Daten.
Länge: 50 cm
Breite: 30 cm
Höhe: 19,5 cm
Bodenfreiheit: 5 cm
Radstand: 35 cm
Der Radstand und die Breite des Fahrzeugs geben eine gute Balance. Durch die optimale Gewichtsverteilung fliegt das Fahrzeug bei weiten Sprüngen auch ohne Gas in der Balance und legt eine sanfte Landung hin. Extra heute ausprobiert. Denn gute Flugeigenschaften sind im Gelände mit einem Buggy natürlich Pflicht.
Wie ich bereits erwähnte, ist das Fahrzeug komplett einstellbar. So kann es mit entsprechend anderer Bereifung – Slicks oder Semi-Slicks – und anderen Einstellungen an den Dämpfern, auch super auf Asphalt fahren. Man kann das Fahrzeug extrem tief setzen und bringt dadurch guten Grip auf die Straße. Einzige Manko an den Dämpfern sind die fehlenden Gewinde. Denn die Dämper werden über kleine Klammern eingestellt. Dadurch ist eine stufenlose Optimierung leider nicht möglich. Trotzdem, auch die Klammern sind gut geeignet. Wer schraubbare Dämpfer sucht, findet die in jedem Modellbaushop. Das CY Chassis von Carson erlaubt tausende Tuningteile. Entsprechende Dämpfer kostet paarweise ca. 35 Euro.
Was soll ich sonst noch zu diesem Modell sagen. Der Specter 6S wiegt nur 3,1 Kilo und kommt mit guten Akkus auf seine 80 bis 90 km/h. Wird auf der Verpackung mit 85 km/h ausgeliefert, aber ist bei verschiedenen Messungen bereits 93 km/h und auch 100 km/h gefahren. Ich bin eher der realist und empfehle ich daher als 80 km/h wahr zu nehmen. Das packt der Specter wirklich und dann ist man bei Messungen nicht enttäuscht.
Im Offroad braucht diesen Speed kein Mensch. Deshalb ist hier das Setup mit weicher Traktion sehr gut. Dann kommt die volle Leistung erst spät und man hat einen guten Vortrieb auch auf sehr lockerem Boden.
Weitere Bilder zum Carson Specter 2 6S gibt es in den kommenden Wochen dann noch. Dazu muss ich aber erst mit jedem gemeinsam fahren. Allein fahren und Bilder machen funktioniert nicht so gut. Wenn jemand Lust hat, ihr wisst wie ihr mich erreicht.
Fazit
Für ca. 400 EUR ist der Carson Specter 6S im Netz und im Handel zu kaufen. Die Preise variieren, also schaut euch ruhig um. Es ist ein sehr solides Modell was definitiv im Wettbewerb mithalten kann. Zahlreiche Tuningteile erlauben den Aufbau eines echten PRO Fahrzeugs. Carbonteile etc. sind im Web zu beziehen. Der extra harte Stahl im Antrieb – über die Differenziale bis zum Motor – verkraftet jede Beschleunigung. Die Spritzwasser geschützte Box im Inneren erlaubt das Fahren durch Pfützen, bei Schnee uvm. Natürlich sollte man nicht im Garten in den Pool springen. Der Lenkserver der Standard verbaut ist zieht ca. 9 Kilo. Ausreichend und natürlich auch hier durch bessere Servos tauschbar. Wer einen Elektro-Buggy im Maßstab 1:8 sucht, muss hier unbedingt zuschlagen. Der Buggy muss gekauft werden. Wenn ihr ihn einmal gefahren habt, wollt ihr nicht mehr aufhören. 2 Akkus treiben das Fahrzeug etwa 25 Minuten lang an. Im Winter natürlich weniger. Einfach 4 Akkus extra mit auf die Strecke nehmen und schon sind 1 ½ Stunden Spaß angesagt.
1. September 2011 um 22:33 Uhr
So einen Buggy wollte ich als Kind immer haben, dann aber einen echten krachmacher mit Verbrennungsmotor
Mittlerweile interessieren mich wehniger die Straßenflitzer, auch wenn es bestimmt eine menge Spaß macht mit dem Gerät ein Paar Runden zu drehen. Ein Quadrocopter/Hexacopter mit montierter GoPro Cam oder DSLR würde mich zur Zeit eher Reizen. Leider kosten Modelle, die man bei mäßigem Wind inkl. DSLR fliegen lassen kann schon ein paar Scheine..