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Stornos beim Partnerprogramm minimieren

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[private]Stornierungen bei Partnerprogrammen sind keine Seltenheit. Das wissen wir alle, aber trotzdem ärgern wir uns über Stornos und könnten gut und gern darauf verzichten. Nach langen Freischaltzeiten bei Sales die ja normal sind, folgt dann der Storno. Grausam, besonders für die Affiliates, die mit schwebenden Provisionen kalkulieren, statt zu warten bis sie bestätigt sind. Sowas sollte vermieden werden, ist aber gerade bei Affiliates die mit AdWords arbeiten und noch nicht lange in diesem Bereich tätig sind, sehr häufig der Fall. Affiliates und Merchants können Stornierungen entgegenwirken.

Stornierungen als Affiliate vermeiden

Affiliates sind nicht für alle Stornierungen verantwortlich, können entsprechend auch nicht jeden Storno vermeiden. Häufig trägt der Affiliate aber dazu bei, dass ein Storno kommt und manche machen dies auch sehr bewusst, weil sie darauf spekulieren das der Kunde am Ende doch beim Produkt bleibt und nicht storniert. Masse statt Klasse passt hier gut und trifft bei vielen Stornierungen auch zu.

Preisangaben – Drei Möglichkeiten hat jeder Affiliate zur Verfügung. Keinen, den richtigen oder einen falschen Preis. Der falsche Preis macht meistens keinen Sinn. Man lockt die Besucher durch eine anständige Beschreibung und einen niedrigeren Preis zum Merchant. Dort sieht der Besucher den echten Preis und verschwindet. Selten das jemand trotzdem eine Bestellung abgibt, da die Kaufentscheidung von der Enttäuschung abgebrochen wird. Ohne Preis aber mit einer guten Beschreibung etc. bekommt man viele Klicks auf die Werbemittel, muss bei der Kauf-Entscheidung aber dem Merchant viel Vertrauen schenken. Zwar ist der Wille beim Kunden da, aber der Preis war noch unbekannt. Jetzt kennt der Kunde den Preis und schaut wohl nochmal nach ob es sich wirklich lohnt. Bestenfalls gibt man als Affiliate den echten Preis selbst an. So überzeugt man den Besucher auf der eigenen Seite. Nach dem Klick zum Merchant sieht der Kunde den bereits genannten Preis erneut und fasst Vertrauen. Schnell durch den Bestellvorgang und der Sale ist geschafft. Stimmt nun die Qualität des Produkts, kommt auch keine Stornierung.

Beschreibungen – Ehrlichkeit ist das A und O für niedrige Stornoquote. Typisch für blödsinnige Beschreibungen ist beispielsweise der Spruch „Ohne Schufa-Auskunft“ bei Finanz-Programmen im Bereich Kredite. Wenn ich als Affiliate den Traffic ziehe weil ich Besucher anlocke die einen Schufa-Eintrag haben, aber glauben es würde nicht geprüft werden, dann versagt der Sale auf halber Strecke und es gibt einen Storno. Ist doch klar das anständige Kredite erst nach Prüfung der Schufa verteilt werden. Für die Vermittlung erhält man also den schwebenden Lead. Nach Prüfung wird dieser Storniert weil der Kunde negativ auffällt. Ähnlich geht das in vielen Bereichen. Man kann Produkte und Dienstleistungen nicht mit Lügen beschreiben und im Anschluss über die Stornierungen klagen. Immer ehrlich bleiben und die Provisionen werden in aller Regel auch bestätigt.

Gutscheine – Wer Gutscheine benutzt sollte auf die Gültigkeit und Richtigkeit achten. Abgelaufene Gutscheine oder falsche Codes sind nur bis zum Klick auf das Werbemittel gut. Danach wird der Vorgang vom Kunden abgebrochen, weil er nur mit dem Rabatt vom Gutschein eine Bestellung ausgeführt hätte. Auch hier ist es selten das Kunden trotzdem bestellen. Jedoch spekulieren zahlreiche Affiliates darauf und nutzen fehlerhafte Gutscheine weiterhin.

Kündigungsbedingungen – Auf besonders dünnes Eis begeben sich die Affiliates, die Abos etc. bewerben und in Beschreibungen auch etwas zur Kündigung erwähnen, aber aus einer Kündigungsfrist beispielsweise eine automatische Kündigung zum Laufzeitende machen. Kunden sind zwar in der Pflicht die Bedingungen auf den Seiten des Anbieters selbst zu lesen, aber wie das so ist, man verlässt sich gern auf das was man „irgendwo“ aufschnappt. Der Affiliate begibt sich mit solchen Dingen dann in den Bereich des Betrugs und über die Haftung möchte ich nicht schreiben, da mir jedes Recht einer Rechtsberatung fehlt.

Stornierungen als Merchant vermeiden

Merchants sind ebenfalls in der Pflicht alles dafür zu tun, damit Stornierungen möglichst gar nicht auftreten. Man kann da auch mehr unternehmen als manch ein Merchant vielleicht denkt. Immerhin geben Partner ja oft nur das weiter, was man ihnen selbst mit auf den Weg gibt. Gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Partnerschaft muss in erster Linie mal der Merchant schaffen.

Beschreibungen – Die Beschreibungen der Partnerprogramme können gar nicht ausführlich genug sein. Grundsätzlich muss die Art und Höhe der Vergütung darin zu finden sein. Weiter gehört rein, unter welchen Bedingungen eine Provision ausgezahlt werden kann. Ob eine Anmeldung oder gar eine Bestellung notwendig ist. Darf das gesamte Sortiment in einem Shop beworben werden, oder sind nur einzelne Produkte für das Programm vorgesehen? In der Beschreibung sollte man seinen Affiliates ruhig auch wichtige Keywords mitteilen, sowie schlagkräftige Argumente die für die Produkte / Leistungen sprechen. Unter Kenntnis dieser Punkte kann der Affiliate bessere Performance bieten.

Bedingungen – Meistens befindet sich auf der Beschreibungsseite auch ein Bereich für Teilnahmebedingungen. Hier sollte klar kommuniziert werden was man als Merchant nicht möchte. AdWords ist da das beste Beispiel. Das Brand-Bidding nicht erwünscht ist, weiß längst nicht jeder und wie sieht es mit der Werbung über AdWords überhaupt aus? Es wäre fatal wenn ein Affiliate Kunden über diesen Kanal liefert, aber am Ende vom Programm ausgeschlossen wird weil kein SEM / SEA erlaubt war.

Werbemittel – Wie Affiliates keine Unwahrheiten oder ungenauen Angaben in Texten auf eigenen Seiten machen sollten, so sollten Merchants auch nicht mit Werbemitteln scherzen. Ein „ohne Schufa-Auskunft“ auf einem Werbemittel sorgt natürlich für Klicks, aber bringt ebenso wenig wenn es eine Lüge ist. Falsche Infos auf Werbemitteln sind ein Unding und sorgen ebenfalls für hohe Stornoquoten.

Aktualität & Kommunikation – In jedem Fall muss der Merchant stets alle Werbemittel in Form von Grafiken und Links auf einem aktuellen Stand halten. Alte Produktlisten dürfen nicht existieren und auch Deeplinks dürfen nie ins Leere führen. Beschreibungen müssen immer aktualisiert werden und lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. Bei Änderungen muss man umgehend eine Rundmail an alle teilnehmenden Affiliates rausschicken.

Beidseitige Kontrolle ist wichtig

Affiliates müssen Merchants kontrollieren und Merchants kontrollieren ihre Affiliates. Das ist sehr wichtig, denn beide Seiten leiden schnell unter der „Betriebsblindheit“ und dann passieren auch mal Fehler die wirklich keine Absicht sind. Immer direkt auf den Deckel hauen bringt niemanden etwas. Verdient der eine nichts, verdient auch der andere nichts. Affiliate-Marketing basiert auf gegenseitigem Vertrauen und auf dem gemeinsamen Erfolg. Affiliates und Merchants müssen sich aber im Klaren sein das beide Sanktionen bekommen können. Fehlerhafte Informationen bei Affiliates können zur Beendigung der Partnerschaft führen und in Betrugsfällen folgt eine Anzeige. Merchants können ebenfalls aus den Netzwerken ausgeschlossen werden, wenn diese willkürlich Stornierungen vornehmen oder falsche Informationen weitergeben.

Fazit

Keiner sollte dem anderen auf die Füße treten. Im Zweifelsfall wendet man sich direkt ans Netzwerk. Von dort wird immer eine Lösung geboten. Außerdem sollte man immer im Hinterkopf haben das eine gewisse Stornoquote zur Normalität gehört und kein Merchant immer auf 0 Prozent stehen kann. Auf die Vollständigkeit der Infos hier im Beitrag gebe ich keine Garantie. Es gibt sicher weiter Punkte und ich ergänze diese sehr gern.[/private]

6 Kommentare

  1. Auch hier wieder eine schöne Zusammenfassung betreffender Punkte. Die üblichen Freischaltzeiten halte ich eigentlich für deutlich zu lang. Die Merchants können klar kalkulieren und wenn es im Netzwerk Lead Provisionen für kostenlose Anmeldungen gibt, wozu muss der Merchant dann den Affiliate über 30 Tage auf die Bestätigung warten lassen? Um insgeheim doch nur die Leads freizugeben, die über die kostenlose Zeit hinausgingen?

    Besonders den Kommunikationsweg halte ich für sehr wichtig. In meinen Affiliate Projekten biete ich Tarifrechner und weitere Tools, die mit Gutschein, Versand und sonstigen Preisen kalkulieren um den günstigsten Tarif auszugeben. Wenn sich hier Preise ändern, die dem Affiliate nicht kommuniziert werden, kann dies problematisch werden. Natürlich ist man auch als Affiliate in der Pflicht sich selbst in der betreffenden Branche über die neusten Geschehnisse zu informieren.

  2. Die Freischaltzeiten bei Leads sind oft wirklich zu lang. Da muss ich Dir Recht geben. Wenn eine Registrierung etc. getätigt wurde, kann die geprüft und bestätigt werden. Dann ist der Lead im Sack. Aber bei Sales spielen ja doch viele weitere Faktoren eine Rolle und so sind kurze Freischaltzeiten nicht in jedem Bereich umsetzbar. Da leisten aber die Netzwerke schon gute Kontroll-Arbeit.

    Tarif-Rechner sind ein gutes Beispiel. Die werden zwar in der Regel automatisch aktualisiert weil sie auf dem Server vom Merchant liegen, aber die Texte im Umfeld müssen natürlich auch stimmig sein. Gerade im Finanzbereich kann es unschön werden wenn Zinssätze nicht korrekt sind usw.

    Schön das Dir die Zusammenfassung gefällt und Danke für Deine Teilnahme am Weblog-Geschehen. :-)

  3. Was mir abundzu auffällt sind leider Stornierungen für nicht lieferbare Produkte. Warum vermarktet ein Merchant ein Produkt wenn dieses Produkt gar nicht lieferbar ist? Ein Unding!

    Ich orientiere mich häufig an der angegebenen Stornoquote ob ein PP für mich in Frage kommt oder nicht. Damit bin ich bis dato immer ganz gut gefahren. Leider bieten dieses nicht alle Netzwerke, sollten sie m.E. aber auf jeden Fall einführen.

    Beim Thema Sale Bestätigung bekomme ich auch immer wieder leichte Anflüge von unkontrolliertem Wutausbruch. Wenn ich als Affiliate innerhalb von drei Monaten einen Umsatz jenseits der XXX.XXX Euro vermittel und alle Sales noch offen sind, was soll ich da denken?

    Gruß
    Olli

  4. Wenn Du mehrfach Stornierungen wegen Lieferschwierigkeiten hast, solltest Du eine Prüfung beim Netzwerk durch das Netzwerk beantragen. Ich würde da nämlich den Betrug nicht ausschließen. Wiederholte Probleme deuten leider in die Richtung das der Merchant sehrwohl liefert, aber die Provisionen nicht zahlen möchte. Da sowas auch dem Netzwerk keine Einnahmen bringt, werden diese alles dafür tun hier korrekt zu prüfen. Einfach mit Toleranz würde ich hier nicht reagieren.

    Sind die XXX.XXX Euro Provision über ein Netzwerk? Dann schau in die AGB über das überhaupt zulässig ist, da länger als 2 bis 3 Monate schwebende Provisionen zu halten. Sowas kommt eben auf das Programm an. Sales für CDs etc. dürfen nicht über einen solchen Zeitraum schweben, aber bei Mode beispielsweise ist es schon Normalität.

  5. “Sind die XXX.XXX Euro Provision über ein Netzwerk?”

    Hi Eisy, dabei handelt es sich nicht um Provisionen sondern um einen sechsstellig vermittelten Umsatz. Die Provisionen liegen im vierstelligen Bereich. Ich werde diesen Monat noch abwarten und dann mal beim Merchant nachhaken und auch direkt mal ein paar Tipps von dir, bezüglich Provisionserhöhung, beachten ;)

    Gruß
    Olli

  6. Hi,
    es gibt durchaus Partnerprogramme die Tarifrechner via Iframe usw. anbieten. Doch dann kann der Besucher oftmals nur die Tarife des Partnerprogrammanbieters vergleichen. Ich hab Tarifrechner entwickelt und eine entsprechende Datenbank aufgebaut, die Tarife mehrer Anbieter der Branche miteinander vergleichen können ;) .

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