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Trackingpixel ausbauen und Banner selbst hosten

| 8 Kommentare

[private]Beide Themen habe ich bereits auf meinem anderen Weblog behandelt. Jedoch sind immer wieder neue Punkte ans Licht gekommen, die lohnenswert machen mal wieder auf die Trackingpixel / Zählpixel einzugehen und auch zu klären, ob man Werbemittel auf dem eigenen Server ablegen darf bzw. ob man sogar eigene Werbemittel erstellen und verwenden darf. Verschiedene Sichtweisen bringen ganz verschiedene Pro und Kontras für diese Thematik mit. Was für Affiliates gut ist, beispielsweise wegen der Performance, kann für den Merchant gut und zugleich schlecht sein. Zunächst stellt sich aber eine ganz andere Frage.

Darf man den Tracking-Code ändern?

Bei jedem Netzwerk steht irgendwo in den Regeln, Teilnahmebedingungen oder AGB ein Satz der besagt, dass keine Änderungen am Code der Werbemittel vorgenommen werden dürfen. Manchmal findet man Ausnahmen die dann direkt im Anschluss folgen. Beispielsweise das es nur im Rahmen der Einbindung in einen eigenen AdSever gestattet ist, den Code zu verändern. Scheinbar ist man sich bei den Netzwerken untereinander einig. Dennoch hält sich kaum ein Affiliate an diese Vorschrift, denn es gibt genug Gründe den Code zu verändern.

Pro Affiliates

Affiliate sind ja auch in Sachen Usability und Suchmaschinenoptimierung nicht auf den Kopf gefallen. Lange Ladezeiten einer Website sorgen für weniger Umsatz. Leider sind die Server von Netzwerken nicht immer die zuverlässigsten oder schnellsten Quellen für Werbemittel. Um schnelle Ladezeiten zu gewährleisten sind ständige Request nicht geeignet. Also müssen Werbemittel auf den eigenen Server, damit keine externen Abfragen stattfinden. In diesem Fall ist auch (das / der) Pixel als Tracking-Element nicht mehr im Code enthalten. Beim Einsatz von Textlinks sollte man ebenfalls auf das Pixel aus dem Netzwerk verzichten.

Ein weiterer Grund warum man keinesfalls die Codes der Netzwerke nutzen sollte sind AdBlocker. AdBlocker führen gewisse Block-Lists und darauf befinden sich stellenweise auch Domains der Netzwerke. Will man einem AdBlocker als Affiliate umgehen, sollte man nicht die Tracking-Codes der Netzwerke einsetzen, weil man die Links ja noch maskieren muss um die Adressen zu verstecken.

Eigene Werbemittel sind der nächste Grund dafür, warum man alles auf den eigenen Server packt. Kommt ja hin und wieder vor, dass die Werbemittel der Merchants überhaupt nicht zur Website passen. Entweder fehlt das richtige Format, oder die grafische Qualität passt nicht zu den eigenen Ansprüchen. Ich frage mich zum Beispiel immer wieso manch Merchant 120 x 120 Pixel Banner anbietet, aber die wichtigen 125 x 125 Pixel Banner nicht zur Verfügung stellt. Hin und wieder fehlen sogar 468 x 60 Pixel oder Standard-Skyscraper. Wenn dann auch noch Retro-Grafiken absolut moderne Produkte bewerben sollen, na dann gute Nacht. Wenigstens verabschiedet man sich langsam von schnellen Animationen.

Pro Merchants

Nicht jeder Grund muss dem Merchant gefallen. Immer wenn ein Tracking-Pixel (gern auch Zählpixel genannt) verschwindet, macht sich auch die Statistik aus dem Staub. Ohne die Pixel werden keine Views mehr gezählt. Der Merchant kann also nicht messen wie gut die Performance einer Website wirklich ist. Man kennt die Klicks, wertet die Sales und Leads. Doch die Einblendungen (Views) der Werbemittel sieht man nicht und kommt nicht auf die CTR. Ohne CTR weiß man leider auch nicht wie gut oder schlecht die Performance vom Werbemittel ist. Am Ende zählt der Umsatz und Gewinn könnte man sagen, doch so ist es nicht. Wenn statt 500 Euro durch ein anderes Werbemittel auch 2.000 Euro generiert werden könnten, dann gibt’s genug Gründe sich zu ärgern. Nur bekommt man es ja nicht raus, weil das Pixel fehlt.

Änderungen an Werbemitteln – also eigene Banner – stellen die Marke (Unternehmen, Produkt, Dienstleistung) in einem nicht vom Merchant gewählten Licht dar. Dies muss kein schlechtes Licht sein, sondern einfach ein anderes. Daher sollte man individuelle Werbemittel auch unbedingt erst vom Merchant bestätigen lassen. Werbemittel können zu großen rechtlichen Problemen führen. Schreibt man beispielsweise einen Slogan drauf, der nicht zur Marke gehört aber – unwissentlich – von einem Konkurrenten stammt, wird es teuer. Natürlich hat aber auch der Merchant ein Recht darauf, dass ihm die Werbemittel vom Stil etc. gefallen. Im Zweifelsfall hat er zwar Pech weil man ihn nicht bewirbt, aber grundsätzlich steht dem Merchant die freie Wahl der Werbemittel zu.

Fazit

Beide Seiten haben ihre berechtigten Gründe genau das zu unternehmen, was dem anderen nicht gefällt. Den längeren Hebel hat natürlich stets der Merchant, sofern er genug Affiliates im Rücken hat um auf die Leute verzichten zu können, die nicht nach den gewünschten Regeln spielen. Das Netzwerk spielt meiner Erfahrung nach keine nennenswerte Rolle, denn von hier aus hält man sich meistens raus. Am Ende unterstützt man natürlich den Merchant weil er die Regeln der Netzwerke stützt.

Achso, dann gibt es da noch die Experten die gern Flash-Werbemittel anbieten und normale Banner ganz vergessen. Da ich persönlich damit nichts anfangen kann, mache ich stets einen Bogen um solche Partnerprogramme.[/private]

8 Kommentare

  1. Hallo Eisy,

    zwei Dinge wollte ich anmerken.

    1. Die Banner sind oft nicht bei den Netzwerken gehostet, sondern bei den Merchants selber. Die Image URLs vom Trackingcode sind oft nur redirect URLs der Netzwerke. Daher kommen die langsamen Ladezeiten von Bannern oft durch die Merchants zu Stande.

    Ein Contra zum eigenen Hosting ist auch die Aktualisierung von Werbemitteln. Nehme ich die GIFs der Merchants braucht dieser die Banner nur auf dem Server austauschen, somit habe ich in meiner Seite immer die aktuellsten Banner, ohne etwas zu tun. Besonders wichtig, wenn ich Angebote bewerbe, die nur einen bestimmten Zeitraum gültig sind, bzw. auch spezielle Produkte, wo sich der Preis mal ändert.

    2. Die CTR von Bannern lässt sich bei Affiliate Statistiken schwer ermitteln, was auch daran liegt, das viele Affiliates unterschiedlich arbeiten (unter anderem einige auch ohne Zählpixel) So kommt es nicht selten vor, dass der Merchant in seinen Statistiken mehr Klicks als Views hat. Daher muss er sich auf die Optimierung der Affiliates verlassen und schauen welche Banner gute Sales oder Leads erzielen.

    Eine hohe CTR ist zudem trügerisch. Ein Banner kann zum Beispiel mit einem Lockangebot eine sehr gute CTR haben, der User wird dann aber vom Produkt enttäuscht und kauft nicht. Umgekehrt kann ein Banner mit „ehrlichen“ Aussagen eine geringere CTR haben, dafür aber eine hohe CVR, da der User der klickt genau weiß worum es geht.

  2. Vielen Dank für deine Anmerkung steffen. Stimmt, die Werbemittel liegen oft beim Merchant. Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Sieht man ja beispielsweise bei den Werbemitteln von Jaron, die auch so ein Beispiel für nicht gerade beste Performance (Ladezeiten) sind. ;)

  3. Hi eisy,
    ein Ding sollte man dabei auch nicht aus dem Auge verlieren – die rechtliche Geschichte.
    Es kommt zwar sehr selten vor aber ich habe es schon das ein oder andere mal erlebt.
    Ein Merchant muss die Banner wechseln wegen rechtlicher Probleme (Angaben auf dem Werbemittel, Bild, etc.).
    Wenn der Merchant in so einer Situation keine Kontrolle mehr hat wo die Werbemittel verteilt sind kann dies unter Umständen sehr schlecht sein.

    Grüße
    Dirk

  4. Also als Affiliate würde ich versuchen so viele Punkte wie möglich von deiner Liste zu zusetzen, denn damit erhöhe ich ja die Chance meine Provision zu vergrößern.

    Denkt man aber als Merchant dann hat man natürlich einen ganz anderen Standpunkt, aber das hast du ja eigentlich auch dargestellt.

    Ein weiterer Punkt ist, dass wenn man auch Traffic schwachem Webspace sitzt alle Banner auch mit rein gehen, da bietet es sich ja eventuell an wenn man jeden Monat an der Grenze kratzt Banner nicht direkt auf dem Space zu hosten. Ist nur ein Gedanke, habe das Problem selber nicht ;)

  5. Die meisten Adblocker blocken generell alle Standardwerbemittelformate, da macht das Eigenhosting erstmal keinen großen Unterschied. Aber das Eigenhosting schützt z.B. vor Proxys, die entsprechende Netzwerke in der Blacklist haben. Bei vielen Schulen ist dies der Fall.

    @ Dirk
    Ich weiß nicht genau wie es hier rechtlich aussieht, aber ich hab damals mal von affili.net einen Newsletter bekommen, worin eine bestimmte Wortfolge “größter Anbieter der EU” oder ähnlich bei einem Partnerporgramm nicht mehr benutzt werden durfte, weil wohl ein Mitbewerber des Partnerprogrammbetreibers in einem Gerichtsurteil entsprechend einer Klage Recht bekommen hatte. Soweit ich mich errinnere (schon länger her) wurde auch gesagt, dass der Webmaster, der diese Werbemittel nicht zeitnah ändert mit Strafen seitens des Klägers vom Partnerprogrammbetreiber rechnen müsse. Wer trägt denn nun die Schuld, wenn die Werbemittel beim Eigenhosting drin bleiben?

  6. @Dominik
    kann ich Dir leider auch nicht genau sagen da bei rechtlichen Geschichte meist nicht das rauskommt was man erwartet :-)

    Ein Fall wo es dann zu einer rechtlichen Auseinandersetzung deswegen gekommen ist hatte ich noch nicht.

    Grüße
    Dirk

  7. Guter Beitrag, aber ich habe noch eine ganz konkrete Frage dazu:
    Weißt du wie es beim Amazon-Partnerprogramm aussieht? Darf ich dort eigene Grafiken verwenden und dann den Amazon-Link drauflegen?

  8. Hallo Torben,

    ich verlinke Amazon zwar zu 98% nur mit Textlinks, aber ich wüsste nicht was dagegen spricht. Die Grafik bzw. das Bild muss zum beworbenen Produkt passen. Ansonsten könnte ich mir vorstellen das es Amazon nicht gefällt. Jetzt müsste aber auch bei Amazon erst jemand merken das du überhaupt eine eigene Grafik verwendest. Nein ich sehe da kein Problem. Kenne aber die Richtlinien nicht auswendig.

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