[private]Erstmals das ich eine „Über mich“ Seite verwende und schon bekomme ich eine von dort resultierende Frage. 10 bis 20 Stunden investiere ich jede Woche als Affiliate in meine Tätigkeit innerhalb des Affiliate-Marketings. So steht es dort und so ist es derzeit. Ich arbeite Werktags von 07:00 Uhr bis 15:00 Uhr im externen Büro. Also 8 Stunden pro Tag, 40 Stunden die Woche. Zuhause investiere ich derzeit auch noch 1 bis 2 Stunden in meine Aufgaben. Insgesamt komme ich heute aber nur noch auf ca. 20 Stunden pro Woche die ich mich mit Affiliate-Marketing befasse. Ich kann froh sein das Frau Eisy ebenfalls in dieser Branche arbeitet und Little Eisy auch Interesse für das Internet hat. Denn sonst müsste ich wohl jede Arbeit in den eigenen vier Wänden zurückdrehen. Wenn es danach geht, muss man wirklich sagen „liebe niemals einen SEO“ oder eben Affiliate. Besserung kommt mit der Zeit, aber dazu jetzt.
Um den Einstieg in diese Branche nicht von einzelnen Entscheidungen abhängig zu machen, sollte man wissen was wirklich an diesem Job hängt. Denn viele glauben man macht das was man immer macht, nur eben noch ein bisschen was dazu. Völliger Blödsinn, denn Affiliate sein und damit aktiv Affiliate-Marketing zu betreiben ist nichts für mal so nebenbei.
Nicht alles was glänzt ist Gold. Wer schön sein will muss leiden. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Man bekommt was man verdient. Vier Redewendungen die manch einem zum Hals raushängen, aber immer wieder ihre wahre Anwendung finden. Affiliates haben sich viel Wissen über unterschiedliche Kanäle und Wege angeeignet und gehören zu den Leuten, die im Web eigentlich sehr unauffällig sind. Hätte ich mich nicht zu AOL-Bestzeiten mit SEO befasst, würde ich heute wahrscheinlich auch nicht in diesem Weblog über Affiliate-Marketing schreiben, da ich eventuell nie unter die Blogger gegangen wäre. Vergangenheiten ändert man bekanntlich aber nicht. Das dazu neige Themen auch heute noch in die Länge zu ziehen, das werde ich irgendwie ändern.
Opfere Deine Zeit
Willst Du als Affiliate in naher Zukunft (2 bis 4 Jahre) ein festes Einkommen generieren, musst Du zu Beginn täglich mindestens 2 Stunden Deiner Zeit finden, die Du nur mit Affiliate-Marketing befasst bist. Sämtliche Pinkelpausen, Futterzeiten oder Raucherpausen werden strengstens extrahiert. Die Blogrolls bekannter Affiliate-Blogs werden zu Deinen besten Freuden. Du wirst Stamm-Klicker in allen Artikeln die Du über Affiliate-Marketing im Web finden kannst. Tipps aus den FAQ der Netzwerke kannst Du auswendig und kostenlose E-Books sind längst ausgedruckt und wasserdicht am Duschvorhang verklebt. Als Gegenleistung für diese Arbeit musst Du keine Bücher einkaufen und sparst Geld, welches Du später brauchst.
Wenn Du noch keine Übung im Umgang mit einem CMS hast, lernst Du dies bitte außerhalb der Zeiten die du für Affiliate-Marketing brauchst. Lernst Du es aber gar nicht, liest Du bitte nicht weiter.
Lerne SEO-Grundlagen
Das Übel wird am Anfang immer dicker. Ist der Kopf kurz vorm Platzen, suchst Du die Abwechslungen in den Thematiken der Suchmaschinenoptimierung. Langfristige Erfolge von Affiliate-Websites können nur dann entstehen, wenn Du die Seiten optimal ins Netz gestellt hast und Leser die Seite finden. Du keine Zeit jeden Tag jedes Projekt zu pflegen, musst als den Aufbau der Projekte so durchführen, das Du später nur alle paar Wochen etwas bewegen musst und trotzdem in Suchmaschinen immer gut dabei bist. Grundlagen der SEO sollten im Hirn eingebrannt sein ohne das Hirn zu verbrennen.
Der tägliche Zeitaufwand sollte jetzt bei 4 bis 6 Stunden liegen und da kaum jemand effektiv 6 Stunden lernen kann, sinkt die Zeit auf maximal 4 Stunden in denen man wirklich alles in den Kopf bekommt. Die übrigens Stunden wiederholt man am Folgetag. Normale Prozedur als Einsteiger, leider!
Finde Deine Branche
Affiliates verdienen in ganz verschiedenen Branchen ihr Geld. Hier muss man also auch herausfinden welche Branche man bedienen möchte. Schlaue Affiliates suchen sich eine Branche in der sie selbst Spaß haben. Bastel ich gern Modelflugzeuge, erstelle ich mir natürlich ein Projekt für Modelflieger und bewerbe das Conrad-Partnerprogramm. Wer gern und oft in ein bestimmtes Land reist, kann sich ein Reise-Partnerprogramm suchen und eine Website über das Land erstellen. Auf jeden Fall sollte man zu Beginn nur Themen nutzen die einem selbst Spaß machen. Das erhöht die Motivation in einem doch sehr trockenen Sektor.
Oft wird man gefragt wie man die richtigen Branchen findet. Das finde ich eigentlich schade. Denn man sucht nicht nach Branchen, sondern kennt diese anhand der eigenen Interessen bereits und braucht nur noch das Partnerprogramm raussuchen und nutzen.
Schreib ums Ranking
Statt um Dein Leben zu schreiben, musst Du als kleines Licht der Branche ums Ranking Deiner Website schreiben. Produziere Texte zu den Themen die Du bewerben willst. Schreib dabei für Besucher, nicht für Suchmaschinen. Der Gedanke dass Du etwas „präsentierst“ darf nie verloren gehen. Verlierst Du diesen Gedanken und beginnst mit der Schreibe für Google & Co. kannst Du heute schon die CTR von morgen sinken sehen. Jede noch so kleine Kombination musst Du mit einem Text versorgen – unique versteht sich. Wenn Du Texte nicht selbst verfasst, musst Du Freunde oder Dienstleister fragen. Geld sparst Du durch Eigenleistung. Ein starkes Projekt landet am Ende mit nicht weniger als 100 Seiten im Index. Langfristige Rankings und der Traffic kommt über den Long Tail und der kommt bei nur 5 Seiten nicht wirklich zum Tragen.
Am Ball bleiben
Du musst immer über die aktuellen Thematiken in den Branchen informiert bleiben. Dazu gehört Affiliate-Marketing, SEO und all die Branchen, in denen Du als Affiliate tätig bist. Mindestens also 3 Branchen interessieren Dich immer. Laufen die ersten Projekte, hast Du viel Zeit um Neuigkeiten zu erforschen. In der Anfangszeit jedoch muss die Weiterbildung in den Branchen stets an die eigentlichen Tätigkeiten angehangen werden.
Damit wären Deine 8 Stunden-Tage dann auch gefüllt.
Fazit
Ich habe diesen Artikel absichtlich mit Ansprache geschrieben, um den Leser aktiv zu treffen. Passive Artikel stellen oft nur ein Beiwerk der täglichen Dosis an Input dar. Nur wer wirklich die Absicht hat „Affiliate“ mit mehr als 200 Euro Einkommen im Monat zu werden, der sollte sich auch angesprochen fühlen und verstehen, dass so ein Plan nicht planlos planmäßig wird. Heute sieht mein Tag als Affiliate anders aus. Es gibt viele Dinge die ich nicht mehr selbst erledigen muss, weil ich diese finanzieren kann. Dazu kommt ein weiterer Artikel in den nächsten Tagen. Fragen sind wie immer sehr willkommen und ich will hier niemand den Mut nehmen, in diese Branche einzusteigen.[/private]
14. Mai 2010 um 14:35 Uhr
Toller Beitrag
14. Mai 2010 um 14:36 Uhr
“Langfristige Rankings und der Traffic kommt über den Long Tail und der kommt bei nur 5 Seiten nicht wirklich zum Tragen.”
- Da steckt außerordentlich viel Wahrheit drin, das bekomme ich selbst gerade zu spüren
Der Schreibstil mit direkter Ansprache gefällt, kommt wesentlich persönlicher.
14. Mai 2010 um 15:26 Uhr
Wow, Eisy, toller Blog
Zwar muss ich nicht unbedingt „Affiliate“ mit mehr als 200 Euro Einkommen im Monat werden, Deine Artikel sind trotzdem auch für uns Hobby- und Nebenberuf-Blogger sehr interessant.
Vielen Dank für Deine Mühe und mach weiter so!
14. Mai 2010 um 16:27 Uhr
Hallo Wolfgang,
der Beitrag trifft natürlich nicht auf die Mehrheit zu. Mich freut es das Dir das Weblog gefällt. Die meisten Artikel sind in der Tat auch für alle Leser interessant, somit auch für “Hobby- und Nebenberuf-Blogger” wie Du es ausdrückst.
15. Mai 2010 um 13:35 Uhr
Hallo Sören,
“und kostenlose E-Books sind längst ausgedruckt und wasserdicht am Duschvorhang verklebt.”
Gibt es deinerseits irgendwelche Empfehlungen? Evtl. nicht gerade E-Books, die die extremsten Grundlagen vermitteln, sondern gerne auch, für etwas Fortgeschrittenere? (Gern auch auf Englisch)…
Grüße,
Tino
15. Mai 2010 um 13:48 Uhr
Hi Tino,
im Affiliate-Marketing suchst Du besser nicht nach E-Books für Fortgeschrittene. Besser ist es Du weißt wo es bei Dir etwas mangelt und schaust dann speziell in diesem Sektor. Fehlen Dir Erfahrungen im Aufbau von Landing Pages, schaust Du nach E-Books für diesen Bereich. Brauchst Du eher Hilfe beim Tracking suchst Du dort. Es wäre also besser wenn Du überlegst was Du genau brauchst.
Die E-Books im Affiliate-Marketing sind eigentlich alle für absolute Einsteiger und bringen auch keine Neuigkeiten für Fortgeschrittene. Auch wenn so große Sprüche wie beim reichen Sack gern was anderes aussagen möchten. Am Ende der selbe Quatsch wie alles.
Gut ist beispielsweise das Buch von Tim Ash, wenn Du nach “Landing Pages” bei Amazon suchst. Auch “The Complete Guide to Affiliate Marketing on the Web” soll ganz gut sein. Nur weiß ich nicht wie weit es über die Basics hinaus geht, sorry! Im SEO-Segment ist es wesentlich einfacher gute Bücher zu finden, da hier etablierte E-Books und komplette Bücher einfach schon vorhanden sind.
15. Mai 2010 um 13:58 Uhr
Hey,
ja, über eBooks wie das, des wohlbetuchten Beutels, braucht man wirklich erst gar nicht reden.
SEO Wissen ist mehr als nötig vorhanden, dass ist auch der eigentliche Bereich aus welchem ich komme. Möchte aber nun mehr die Richtung des Affiliate-Marketers einschlagen, auch wenn ich dort natürlich meine SEO Kenntnisse mehr als gut anwenden kann…
Gut gut, dann werde ich mich mal weiterhin auf die Suche nach guten Affiliate-Blogs machen, denn dort sind in meinem Reader bei weitem noch nicht so viele (eig. fast noch gar keine) unter der Sparte Affiliate zu finden, wie unter dem Punkt SEO
. Die aus deiner Blogroll befinden sich dort natürlich schon.
15. Mai 2010 um 21:49 Uhr
Hallo Sören,
vielen Dank für diesen Einblick in das Arbeitsleben eines Affiliates. Ich habe bereits vermutet, dass dies nur mit mit kontinuierlicher Arbeit und ständigem Lernen funktionieren kann. Ich finde es nur fair, erst einmal auf ein paar Nachteile der Arbeit als Affiliate hinzuweisen. So kann man selbst besser beurteilen, ob dies zu einem passen würde oder nicht.
Ich denke, es ist immer extrem wichtig, Spass an der eigenen Arbeit zu haben. Nur dann kann man sich wirklich intensiv mit einer Thematik beschäftigen. Nur in Dingen an denen man Spass hat, kann man wirklich sehr gut werden. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass man eher Spass an Dingen hat, die man gut kann?
Gruß, Jan
17. Mai 2010 um 12:44 Uhr
Schöner Artikel und eine gute Zusammenfassung der Kompetenzen, die man als Affiliate haben sollte. Ich mag am Affiliate Marketing besonders die Beanspruchung zahlreicher interessanter Kompetenzbereiche. SEO, SEA, Webentwicklung, Webdesign und Conversion Optimierung…
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